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Man erzählt sich die Geschichte einer weisen Frau, die glücklich und in tiefem Frieden lebte.

Sie verließ das Haus nie, ohne eine Handvoll Bohnen einzustecken, denn für jede Kleinigkeit, die ihre Sinne oder ihr Herz erfreute, ließ sie eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Das konnte ein fröhlicher Schwatz sein, ein gutes Brot, ein Moment der Stille, das Lachen eines anderen, eine Tasse Kaffee, ein schattiges Plätzchen, das Vogelzwitschern oder eine Berührung des Herzens. Abends zählte sie dann die Bohnen und führte sich vor Augen, wieviel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war. Und auch wenn sie nur eine Bohne herausholte, hatte es sich gelohnt, diesen Tag zu leben. (Märchen aus Afrika)

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