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Die große Welle öffentlicher Mobilisierung für mehr Klimaschutz scheint vorbei zu sein.

Zwar belegten bei der Weltklimakonferenz in Belem Gutachten und Berichte ein weiteres Mal die dramatische Entwicklung unseres Planeten, doch die Ergebnisse der COP30 brachten kaum Fortschritte für das angesteuerte „Netto-Null“-Ziel des Treibhausgasausstoßes.

„Was tun, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen, aber der Mensch nicht adäquat handelt“, fragt Ralf Röchert, Leiter der Wissenschaftskommunikation am Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven. Noch mehr Fakten? Noch mehr Apokalypse? Nein, meint der Kommunikationsexperte, wenn der Mensch ins Spiel kommt, reichen naturwissenschaftlich basierte Daten nicht aus. Menschen wollen, bevor sie etwas verändern, wissen, was das für sie bedeutet und ob ihr Tun etwas bewirken kann. Das Beschwören einer Ökokatastrophe aber macht mutlos.

Deshalb appelliert Röchert: “Lasst uns über das Gelingen reden. Es gibt genug Erfolge im Klimaschutz, es gibt eine Menge Kreativität und spannende Lösungsansätze in der Welt.“ Gemeinsam können wir an einer guten Zukunft arbeiten.

Nicht Pessimismus, nicht Optimismus, sondern „Schauen, was gerade möglich ist und es dann tun“, empfiehlt auch der Neurologe Volker Busch. Es sind die kleinen Taten, die kleinen Schritte, die die Menschheit von jeher weitergebracht haben. (nach ZEIT 53 und 54/2025)

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