21.12.2025 - Vierter Adventssonntag - und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade. (vgl. Lk 2,14)
Liebe Leserin, lieber Leser,
das bevorstehende Weihnachtsfest will uns in Erinnerung bringen, wer wir Menschen sind und wofür wir Menschen da sind bzw. da sein sollen.
Die Kunde aus Engelsmund, die am Ende des Weihnachtsevangeliums an die Hirten weitergegeben wird, ist eine Einladung an alle Menschen guten Willens:
Es geht nicht darum, nur für sich Weihnachten zu feiern, im Familienkreis Geschenke zu verteilen und so im persönlichen Umfeld all das zu tun, was wir glauben tun zu müssen, damit es friedlich und harmonisch Zuhause zugehen wird.
Es geht immer auch darum, was dieses Weihnachten für mich und für die Welt, für mich und für alle Menschen bedeuten kann und will.
Es ist eben nicht ein trautes Familienfest, sondern eine politische Herausforderung für jeden, der mit offenen Augen die Weihnachtsgeschichten bei Matthäus und Lukas liest.
Denn dann wird ihm auch bewusst, dass dieses kleine, schwache Kindlein in der Krippe von Anfang an bedroht und verfolgt wird, dass es diejenigen beunruhigt und verunsichert, die meinen „das Heft in der Hand zu haben.“
Und es ist eine fundamentale Kritik an den Machtstrukturen und an den Mächtigen nicht nur zur Zeit der Geburt des Herrn, sondern zu allen Zeiten und auch heute ganz konkret.
Wollen wir Weihnachten richtig feiern, seinen ursprünglichen Sinn heute verlebendigen, dann kann es nur darum gehen, die FROHE BOTSCHAFT, die bei der Geburt des Jesuskindes verkündet wurde, zu unserer eigenen Botschaft, zu unserer eigenen Lebensmaxime zu machen:
„Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“
Dies lädt auch uns heute ein uns zu fragen, was wir tun können und tun müssen, dass zum einen Gott in der Höhe verherrlicht werde und zum anderen Friede allen Menschen zuteil wird:
Denn wir ALLE sind doch Geschöpfe SEINER GNADE.
Ich lade Sie herzlich ein - entsprechend des Mottos des nächsten Katholikentages in Würzburg: „Hab Mut, steh auf!“ alles Trennende zu überwinden und mit Mut und Tatkraft gegen alles menschenverachtende und erniedrigende Machtgebahren aufzustehen und die Gnade des Neuanfangs zu nutzen, die uns an diesem Weihnachtsfest wieder neu geschenkt wird!
Im Namen des Seelsorgerteams wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen
frohe und gesegnete Weihnachten
und Gottes Segen fürs Neue Jahr 2026!
Ihr Nikolaus Hegler, Pfarrer







